Seminarmethoden: Pausen richtig ansagen
Wer kennt es nicht: Man man hat mit der Seminargruppe eine Pause von zehn Minuten vereinbart, doch die Teilnehmenden kommen häufig erst später zurück. Je jünger und unerfahrener die Teilnehmenden mit hierarchiearmer Bildungsarbeit sind, desto stärker scheint das Problem ausgeprägt zu sein.
Es gibt aber einen recht simplen Kniff, der das Problem oft deutlich reduziert: Wenn man „10 Minuten Pause“ ankündigt, dann müssen die Teilnehmenden den Zeitpunkt, an dem es weiter geht, selbst ausrechnen. Wenn sie aber erst den Raum verlassen, sich eine Zigarette anzünden, um erst im Anschluß auf die Uhr zu schauen, dann sind oft schon einige Minuten vergangen. Schlagen sie jetzt knapp 10 Minuten auf die aktuelle Uhrzeit drauf, dann wird verständlich, warum häufig Pausenzeiten auch ohne Absicht überzogen werden. Besser ist es stattdessen, gleich absolut zu formulieren, wann es weitergeht: „Um 12.45 machen wir weiter.“ Die Teilnehmenden müssen sich nun nur noch einen Wert merken - das angegebene Ende der Pause. Das klingt furchtbar simpel, bringt aber nach meiner Erfahrung in der Praxis einen spürbaren Erfolg.